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"Awareness camp" für HTL-Schülerinnen

Den Weg zur richtigen Ausbildung weisen - das wünschen sich viele Mädchen, die sich einen technischen Beruf überlegen. Sie zögern oft, weil technische Schulen noch oft "Burschenschulen" sind. Das Bild ändert sich jetzt, seit 2007 im niederösterreichischen Ybbsitz das erste österreichische "awareness camp" für HTL-Schülerinnen durchgeführt wurde. Die malerische Eisenstraße bot das adäquate Rahmenprogramm, in einer alten Schmiede konnten die Schülerinnen ihr technisches Wissen gleich ausprobieren. Die Veranstaltung richtete sich an Schülerinnen der HTL St. Pölten. Sie erhielten eine Kurzausbildung als "girl scouts" um an Haupt- und Volksschulen über die HTL als Schulwahl aus der Sicht von Mädchen zu erzählen, über ihre Entscheidungsfindung der Ausbildung und die Reaktionen im Freundeskreis, der Eltern und Bekannten. Anhand ihres eigenen Beispiels können sie gut die Hochs und Tiefs des Lebens an einer technischen Schule veranschaulichen, wo Mädchen bis jetzt meist in der Minderheit waren. Die Verdienstchancen von HTL-AbsolventInnen sind deutlich besser als in anderen Ausbildungen, auch dieser Tatsache sollen sich Mädchen bereits vor Ihrer Wahl der Ausbildungsrichtung bewusst werden, die girl scouts haben dafür eigens Gehaltslisten für technische und andere Berufe zusammengestellt. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit einen interessanten Arbeitsplatz zu finden, für Mädchen mit technischer Ausbildung wesentlich höher, als in traditionell von Mädchen gewählten Berufssparten. Viele HTL-Absolventinnen befinden sich in der glücklichen Lage, aus mehreren Jobangeboten auszuwählen. Frauen in der Technik sind in Zukunft gefragt! In der Hitze der alten Schmiede... Rollende Werkstatt wird girl scouts begleiten Bald sollen die girl scouts bei ihren Besuchen in den Schulen auch von einem HTL-Bus begleitet werden, der als "rollende Werkstatt" Werkzeuge, Präsentationsmaterial und Werkstücke mitführen und dem potenziellen HTL-Nachwuchs Erfahrungen der kreativen technischen Gestaltung ermöglichen wird. entstehen kreative Stücke... Den Wert einer praktischen Erfahrung konnten die HTL-Schülerinnen in ihrer Kurzausbildung selbst erleben, denn als Höhepunkt war ein Workshop in der Schmiedewerkstatt an der Eisenstraße eingeplant. Es wurde gehämmert, gelötet, im Feuer geschmiedet und ein dekoratives Werkstück fertig gestellt. Die Erfahrung machte Spaß, auch wenn die Anstrengung und Hitze groß und der Hammer schwer war: "… weil man weiß, was zum Schluss rauskommt, drum macht man es trotzdem", erklärt eine der Schülerinnen müde, aber zufrieden nach dem erfolgreichen Schmieden einer langstieligen Liliennachbildung aus Eisen. "Ich hätte auch gern noch ein richtiges Schwert gemacht oder einen Säbel, den ich mir zuhause aufhängen würde!" Der Schmiedeworkshop wird nun zum integralen Bestandteil der "girl scouts" Ausbildung, die alle interessierten HTL-Einrichtungen übernehmen können, bei der Verbreitung der Idee und Vermittlung der Inhalte von HTL-girl-scout-Besuchen in Schulen bietet die HTL-Schulaufsichtsbehörde Unterstützung. ...die sich sehenlassen können Kontakt: Maga Irene Richter, HTL St. Pölten Projekt HTL4girls, gefördert durch Landesregierung NÖ, in Kooperation mit WK NÖE und AMS NÖ. www.htl4girls.at LINKS www.technischesmuseum.at www.theo-prax.de www.fraunhofer.de www.sunwork.de